10 Years of Making Apps

Lieber Herr Oppermann,

ja, ich weiß, es ist Sommerloch und somit der übliche Zeitpunkt für Hinterbänkler und sonstige Lachnummern sich mit dem üblichen Schwachsinn profilieren zu müssen.

Aber von einem Fraktionschef erwarte ich dann schon, dass er kurz das Resthirn anschaltet, bevor er irgend einen Schwachsinn absondert.

Snowden darf keine dauerhafte Belastung für die deutsch-amerikanischen Beziehungen werden.

Jedem normalen Mensch ist klar, dass es eher andersrum ist. Diese komischen deutsch-amerikanischen Beziehungen sind nicht nur eine Belastung für Snowden, sondern für die allermeisten Deutschen.

Das sind die, die sie eigentlich vertreten sollen; nur noch mal so zur Erinnerung, schließlich vergisst man das immer so leicht.

Snowden ist nicht das eigentliche Problem.

Allerdings kann es natürlich auch sein, dass Sie sehr wohl Ihr Hirn anhatten und uns nur durch die Blume mitteilen wollten, was für Sie das wirkliche Problem darstellt:

Mangelnde Eier.

Wenn man das eigentliche Problem aus Feigheit nicht angehen kann, dann ist halt jemand anders Schuld.

Und wie man sieht, schafft man es mit der Einstellung bis zum Fraktionschef einer ehemals wichtigen Partei Deutschlands.

Und im übrigen müssen wir erst einmal gar nichts; schon gar nicht uns von Ihnen erzählen zu lassen, dass wir gerade halt mal uneinig sind und man da nichts machen könne. Man könnte schon, so man denn wollte.

Aber da wäre dann halt wieder diese Sache mit den Eiern …

Neues von der Umsatz 2015 Front

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Ich hatte erst letztes Jahr gewaltig an der Oberfläche von Umsatz rumgebastelt und diese monatelange Arbeit ist dann mit 10.10 wieder komplett hinfällig. Erschwerend kommt hinzu, dass nichts, was unter 10.9 gut aussieht und funktioniert, auch unter 10.10 eine gute Figur macht. Und dann muss man (ich) auch noch einen Kompromiss finden zwischen Dingen, die zu Yosemite passen und die dort funktionieren und die dann gleichzeitig auch noch unter 10.7 bis 10.9 halbwegs gescheit aussehen.

Und wer jetzt denkt, dass die Oberfläche an einem ollen Buchhaltungsprogramm doch wohl eher nebensächlich ist, der darf gerne mit MacKonto oder MonkeyOffice und Lexware unter Windows arbeiten. Wir sprechen uns dann noch mal :–)

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Natürlich gibt es daneben auch auch mehr oder weniger unter der Haube noch Dinge, die einem – also euch – das Leben vereinfachen können.

Was, ihr wollt ein Beispiel?

Zukünftig wird es reichen, sofern man sich den (eigenen) Kontenrahmen angepasst hat, ein Konto anzugeben und Steuer und Steuersatz nebst möglichen passenden DATEV Angaben sind automatisch ausgefüllt. Und von diesen Kleinigkeiten, die gar nicht so klein sind, nachträglich einzubauen, da gibt es noch ganz viele.

Bill wird beim Export nach Umsatz zukünftig auch direkt das passende PDF mitliefern und auch der Import aus GT soll das (wieder) beigebracht bekommen.

Anhänge können ab sofort direkt in der Hauptansicht begutachtet und angefügt werden. Und da ich das so putzig eingebaut habe, da wollt ihr das zukünftig nur noch so machen :–)

Und dann steht da noch ein ganz großer Punkt an: Die Jahresberichte. Die werden auch überarbeitet. Dazu aber erst mehr, wenn ich wirklich alles so umgesetzt bekommen habe, wie ich mir das denke.

Und bevor ich es vergesse, das Buchen von Posten geht ab sofort auch nur noch komplett mit Tastatur. command minus = Ausgabe. Und jetzt ratet mal, was dann einen Einnahme ist. Der Posten hat den zweiten Steuersatz zugewiesen? Dann drück doch einfach command 3. Du weißt nicht mehr ganz genau die Bezeichnung einer Kategorie oder eines Kontos? Dann tipp doch einfach den Anfang und erledige den Rest mit den Pfeiltasten :–)

Noch mal zum Hinweis: Ich arbeite seit Wochen fieberhaft daran, Umsatz 2015 dieses Jahr schon früher fertig zu bekommen, da Umsatz 2014 nicht unter 10.10 läuft – versprechen kann ich das aber nicht. Noch ist so eine verdammte Menge zu tun.

Und wenn man etwas tut, dann macht man es gefälligst ordentlich …

Umsatz Webseite

Hey, ich habe mit eurem Geld das Internet ruiniert …

… und jetzt lasse ich mich von euch teuer dafür bezahlen, dass euch mein Scherbenhaufen nicht komplett erstickt.

Keith Alexander

Da können sich aber die ganzen Möchtegern-Internet-Entrepreneure aber noch die ein oder andere Scheibe abschneiden. So dumm dreist muss man auch erst mal sein.

Es ist so traurig, dass ich jetzt, seit dem ich die Meldung gelesen habe, nicht mehr aus dem Lachen herausgekommen bin.

Könnte nur bitte jemand anderes daran ersticken?

Der Michael und das Jolla Phone, eine Kurzgeschichte

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Ich habe eine Macke. Ich muss immer alles ausprobieren. Schuhe, Sonnenbrille, Autos, Software und Teleföner. Es könnte ja etwas Tolles dabei sein. Es könnte ja Etwas dabei sein, ohne das man dann nicht mehr leben kann.

Und bei diesem vielen Ausprobieren lernt man halt immer dazu und bildet sich eine Meinung. Das ist besser, als nur irgend etwas nachzuplappern oder nur der Masse hinterherzulaufen.

Und egal ob es sich um Schuhe, Autos oder eben Teleföner handelt – es gibt nichts Perfektes. Es gibt nur gute und faule Kompromisse.

Und dann gibt es dann tatsächlich noch ab und an den Griff ins Klo. Und dieses Jolla Teil ist ein solcher.

Ich habe nach ein paar Stunden eben den Retoure-Schein angefordert. Das Teil geht wieder zurück.

Ich war schon lange nicht mehr so von einem Gerät enttäuscht. Ich mag selbst das billige ZTE Firefox OS Teil ein wenig. Und für 79 Euro bekommt man da etwas, das besser verarbeitet ist und sich weniger billig anfühlt, als das Jolla Phone, das fast 400 Euro kostet, wenn man nicht die hässliche weiße Rückseite haben will.

Und selbst mit dem billig-gakel Plastik, dem mittelmäßigem Bildschirm und den wabbeligem Witz an Knöpfen an der Seite könnte ich noch leben, wenn dieses Teil nicht einen so gewaltigen Konstruktionsfehler hätte:

Nach genau einer Minute halten in der Hand, tut einem die selbige weh. Dieses Rückteil, von Jolla THE OTHER HALF genannt ist eine Katastrophe. Mal abgesehen davon, dass es billigstes Plastik ist, dem ansonsten gar nicht mal schlechten und wertigen Hauptteil alles an Anmut wieder raubt, hat das wohl nie jemand wirklich mal in der Hand gehabt von den Jolla Jungs und Mädels.

Ein Telefon, mit dem ich mehr machen soll (will) als zu telefonieren, muss in der Hand liegen. Und das ist gar nicht mal so einfach. Das iPhone 5 liegt zum Beispiel auch beschissenst in der Hand. Allerdings tut es einem nicht weh. Das billige ZTE Teil fühlt sich wertiger an, liegt verdammt gut in der Hand und knarrt und knackt nicht.

Das Vibrationsmodul des Jolla Phones gibt einem dann den Rest. Das kann keine zehn Cent gekostet haben und macht aus einem 400 Euro teuren Teil ein Trostpreis vom Rummelplatz.

Das Teil knarzt an jeder Ecke; schlimmer als die 100 Euro Teile von Samsung und die Bildschirmqualität ist auch nicht viel besser.

Sagte ich schon, dass man es nach einer Minute einfach nur noch aus der Hand legen will, weil einem der Ballen weh tut?

Da ist einem schon vor dem Abschließen des Einrichtens die Lust vergangen. Und dann schaut man unweigerlich genauer. Wenn man aber schon mit einer Fresse an etwas herangehen muss, dann kann da nichts bei herumkommen.

Und das ist schade. Denn das OS (Sailfish) in der neusten Version ist nicht schlecht und mittlerweile gibt es auch genug native Apps, die zumindest den Grundbedarf gescheit abdecken, so dass zum Beispiel jemand wie ich gar keine Android Apps mehr installieren müsste.

Hat man sich erst einmal dran gewöhnt, dann klappt die Bedienung mittels Gesten gut – auch wenn es da einige undurchdachte Ungereimtheiten und Ansätze gibt. Performance und Stabilität ist mittlerweile auch OK.

Zu allem Überfluss gibt es allerdings aber nach wie vor immer noch Probleme mit der Batterie und dem Verbrauch. Auch mein Gerät ist davon betroffen und wenn man es schon nicht mal mehr (vor Schmerzen) in der Hand halten möchte, dann mag man auch gar nicht mehr suchen und Lösungen ausprobieren.

Das Jolla Phone und Sailfish OS sind nicht für jedermann gedacht und geeignet. Aber auch jemand, der weiß was er tut und sich auf eine (wirklich gute) Community verlassen will und kann, muss schon im wahrsten Sinne des Wortes leidensfähig sein, um sich mit dem Teil rumzuschlagen.

Noch mal: Das ist schade, so verdammt schade. Denn im OS und allem was dazu und dahinter gehört steckt eine Menge Energie, Wissen und ja, Liebe. Aber warum man die sich selber so trüben muss, dass verstehe ich nicht.

Unterm Strich wären es vermutlich nur zwei, drei Euro mehr pro Gerät und die billige, unzumutbare Anmutung wäre behoben und wenn dann noch jemand mal beim Testen das Teil länger als eine Minute in der Hand gehalten hätte, dann wäre ihnen vielleicht aufgefallen, dass man das Rückteil einfach nur anders hätte abflachen, anders hätte gestalten müssen und alles wäre gut.

Da muss kein besserer Prozessor rein und selbst mit dem Mittelmaß and Bildschirm könnte man leben, wenn man denn überhaupt Lust hätte, das Teil in die Hand zu nehmen.

Ich hoffe wirklich, dass die schleunigst an einem Jolla Phone 2.0 arbeiten, eines, das man anfassen möchte. Aber so wird das nichts mit uns. Ich packe das Teil jetzt wieder ein und schicke es zurück. Und ich hatte mich so drauf gefreut. Und es hat mich so enttäuscht, so unnötig enttäuscht.

Bleibt nur zu hoffen, dass die Bemühungen, Sailfish OS gescheit und ohne Gefrickel auf das N9 zu bringen, irgendwann einmal Früchte tragen werden.

Denn das N9 ist nach wie vor das beste Smartphone aller Zeiten

Aus der Reihe: Dinge, die der Michael nicht versteht

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Heute: Warum er ständig 70 oder 80 fahren muss, wenn doch anscheinend nur irgendwelche Golf 1 permanent vor irgend welche Bäume donnern?

Arbeitsteilung

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Könnten wir bitte endlich alle kurz das Hirn anschalten?

Wenn jemand sich gegenüber dem Staat Israel und seinem Verhalten kritisch äußert, dann ist der – oder die – jenige noch lange kein Antisemit.

Und ein Land, welches andere Menschen mit militärischer Übermacht einpfercht und bebombt, gehört nun einmal kritisiert. Punkt, Schluss, Aus. Da gibt es schlicht und einfach kein Aber.

Wenn radikale Menschen, jüdischen Glaubens lautstark ‘Tot den Arabern und Muslimen’ skandieren, dann ist dies genau so falsch, wie andersrum. Beides gibt es zu Hauf und beides gehört genau so kritisiert.

Falsches – und stellenweise verachtenswertes – Verhalten hat nicht mit Religion, Rasse oder Staatszugehörigkeit zu tun. Das wissen wir eigentlich alle auch nur zu genau.

Ich ertrage diesen Eiertanz zwischen ‘alles Antisemiten’ und ‘wir verteidigen uns nur’ nicht mehr. Genau so wenig wie diese verqueren Tweets und Artikel dazu.

Aber genau diese spielen beiden Seiten so wunderbar zu.

Warum kurz das Hirn anschalten, wenn man die Hass- und Kriegstrolle wunderbar weiter füttern kann?

Tschüss Dropbox!

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Das war es dann. Es gab mal eine Zeit, da könnt ich mir ein Leben ohne Dropbox nicht vorstellen und nach MenuAndDockless war es immer das zweite, was ich mir auf einem neuen Rechner installiert habe.

Das letzte Jahr habe ich es nur noch benutzt, da der Verlust meiner Daten mein täglicher Albtraum ist und ownCloud einfach noch nicht soweit war. Das ist sie auch immer noch nicht, wenn man die Daten auf all seinen Rechner haben und bearbeiten möchte.

Kalender, Kontakte funktionieren wunderbar und als reines Backup Tool, um die Daten auf dem eigenen ownCloud Server zumindest zu sichern, funktioniert mittlerweile auch zuverlässig. Wenn man denn dann mal ein paar Dateien ‘teilen’ muss, dann geht das damit auch.

Nur als wirklicher Dropbox Ersatz ist sie immer noch nicht zu gebrauchen. Wenn man Millionen an Dateien (Code, Icons, Webseiten, Dokumentationen, Texte etc.) auf mindestens drei Rechnern gleichzeitig lagert, dann versagt sie einfach.

Aber dafür gibt es eine wunderbar Lösung und die heißt BitTorrent Sync. Damit hat man zwar nur ‘lokale’ Daten und Datensicherungen – dafür ist das Ganze zehn Mal so schnell, beim MacBook Pro gehen keine Lüfter an und an Systemressourcen wird auch nur ein Zehntel verbraucht.

Wer natürlich von unterwegs auf die Daten zugreifen muss, der kommt damit nicht ganz weit, wie mit der Dropbox, auch wenn es passende iPhone und Android Apps gibt. Da ich eh immer nur mit einem wirklichen Rechner an meine Daten muss, und ich keine Apps benötige, die an der Dropbox hängen, ist das für mich kein Problem.

Auf meinem Arbeitsrechner läuft dann noch das ownCloud App, um ein reines Backup meiner Daten auf meinen eigenen ownCloudServer zu schicken.

Somit bleiben meine Daten bei mir und ich habe alle Daten zum Arbeiten auf allen meinen Macs. Und da sowohl Server und Macs eh schon vorhanden sind, gibt es das ganze zum Nulltarif und ohne wirkliche Speicherbegrenzung; Server und Macs können ja theoretisch immer um ein paar TB erweitert werden. Wobei das bei mir eh nicht wirklich relevant ist.

Zur Sicherheit fahre ich eh immer noch zwei Backups pro Woche, wovon eines dann nicht mal im Hause gelagert wird. Ja, klingt paranoid – aber ohne meinen Code müsste ich einer richtigen Arbeit nachgehen, um den Ollerum satt zu bekommen.

Das Ganze ist natürlich nicht ganz so bequem, einfach und idiotensicher, wie die Dropbox – aber man (ich) schläft so einfach besser.

Bequemlichkeit ist nämlich so eine Sache. Die Aktion, inklusive Sicherung der Dropbox, Einrichten der ownCloud und von BitTorrent Sync und erstem Backup, hat mich jetzt einen Vormittag gekostet.

Das sollte es einem wohl wert sein …

Es heißt BETA aus Gründen!

So, da ist die Katze – die gar keine mehr ist, sondern jetzt ein Nationalpark – aus dem Sack. Ab morgen wird es vermutlich Mac OS 10.10, auch bekannt als Yosemite, für (fast) alle geben.

OS X Yosemite Public Beta Launches Tomorrow, July 24

Und nicht wenige werden es installieren. Und sich dann wundern, dass Programme nicht richtig funktionieren. Und sich dann beschweren und nicht selten 1-Sterne-Bewertungen von sich geben und die Support-Eingangsfächer der Entwickler fluten.

Drum hier noch einmal in aller Deutlichkeit: BETA heißt BETA aus Gründen!

Wir Entwickler haben jetzt gerade einmal seit etwa einem Monat Zeit gehabt, anzufangen unsere Programme anzupassen und dieses Mal gibt es eine Menge mehr anzupassen und dazu lernen wir mal nebenbei auch noch eine komplette neue Programmiersprache.

Auch gibt es für die meisten – und oft fundamentalen – Änderungen noch überhaupt keine Dokumentation. So zum Beispiel zum neuen iCloud Drive. Ich habe noch überhaupt keinen Schimmer, wie das funktionieren soll und was mit den Daten und Dokumenten wird, wenn man sowohl 10.10 Rechner und iOS 8 Geräte, als auch 10.9 Macs und iOS 7 iPhöner und Tablets im Einsatz hat. Denn iOS 8 und Mac OS 10.10 machen die iCloud, wie wir sie kennen, kaputt.

Apple hat mehr als 1000 Entwickler und Techniker und Designer und noch einen Haufen andere Menschen, die alleine an OS X arbeiten und etwas doppelt so viele, die an iOS 8 rumschrauben und das, was ihr morgen zu sehen bekommt, ist deren Arbeit von Jahren. An manchen Dingen haben die seit 2010 oder gar 2005 gesessen.

Wir (Entwickler) haben jetzt vielleicht noch zwei Monate Zeit, alle unsere Apps an Mac OS 10.10 und iOS 8 anzupassen. Und mit jeder Email, die jetzt hier eintrudelt, weil irgend etwas unter 10.10 Beta oder iOS 8 Beta nicht läuft, wird dieser so verdammt knappe Zeitraum noch einmal geringer.

Ich habe alle meine Apps getestet, ich weiß, was geht und was nicht. Ich weiß, was ich zu tun habe und ich habe die ersten Apps schon angepasst und aktualisiert. Um auch nur ansatzweise hinterher zu kommen, werde ich sämtliche Anfragen zu 10.10 und iOS 8 bis zu deren offiziellem Release schlicht und einfach ignorieren.

Sorry – aber aus Erfahrung heraus muss ich das so formulieren und für die, die grundsätzlich immer alles falsch verstehen und mir mangelnde Kinderstube unterstellen wollen:

Es gibt einen gewaltigen Unterschied zwischen einer kurzen netten Mitteilung, dass etwas nicht funktioniert und Gemeckere aus der untersten Schublade in zwanzigfacher Ausführung pro Tag, nebst den passenden unverschämten Kommentaren in den Foren dieser Welt.

Wen es interessiert und wer es wissen muss, der findet hier eine Liste, die natürlich immer aktualisiert wird, meiner Programme und deren Kompatibilitäts-Status:

MOApp Apps and their Mac OS 10.10 and iOS 8 Compatibility Status

Diese erschütternd schnelle Selbstverständlichkeit

Ich habe die Tage ein neues App fertig geklöppelt. Ihr habt vielleicht gerade eine neue Webseite fertig gestellt, hunderte Brötchen gebacken oder ein paar Autos restauriert.

Ein paar tausend Kilometer weiter werden währenddessen zivile Flugzeuge vom Himmel geschossen und Familienväter schießen Selfies vor rauchenden Trümmern und Kinderleichen.

Ein paar tausend Kilometer, in einer andere Richtung, werden zeitgleich Menschen selbst in Kirchen und Moscheen erschossen.

Wieder ein paar tausend Kilometer zurück, bei uns, da muss man dann aufpassen, was man wozu sagt. Denn dann ist man entweder ein Freund oder ein Feind und entweder der oder eben der anderen Propaganda aufgesessen.

Mit gesundem Menschenverstand darf man keinem mehr kommen, schließlich sind wir alle viel zu informiert und zu belesen, als dass wir uns mit einem einfachen Falsch abgeben würden.

Aber das Allerschlimmste ist diese erschütternd schnelle Selbstverständlichkeit allerorten; hier und ein paar tausende Kilometer, egal in welche Richtung.

Ich weiß, wir können nicht anders. Aber das heißt doch nicht auch, das wir nicht anders wollen?

Eben noch Winter Olympiade und dann ein paar Monate später Flugabwehrraketen und Social Media Wettkampf um die Meinungshoheit.

Und seit wann rechtfertigen drei getötete Menschenleben das Abschießen von tausenden?

Seit wann rechtfertigt irgend etwas das Töten?

Und mit jeder neuen Nachricht kommt das Schulterzucken nur noch schneller.

Momentan schockt mich wirklich noch eine Sache mehr, als das, was Menschen sich gegenseitig antun, was sie sich gegenseitig mit den fadenscheinigsten Lügen als Begründung antun.

Und das ist die Erkenntnis, wie schnell wir Alles als selbstverständlich und unabdingbar annehmen.

Kurz gelesen, kurz mit den Schultern gezuckt und dann wird weiter geklöppelt, gebacken und geschweißt.

Es kommt nicht selten vor, dass ich mich über mich selber wundere - aber dass ich mich über mich selber erschrecken und für mich selber schämen muss, die ist dann doch eher selten bis sehr selten.

Vorhin war es so weit, als ich gemerkt habe, dass mir die Nachrichten über Tot, Elend und Sterben nur noch auf den Sack gehen und ich einfach direkt weiter scrolle.

Schließlich wollten wir doch immer schon wissen, mit wem Lana Del Rey alles im Bett war …

Das Zitat des Tages

Es ist dumm zu glauben, man könne 1,8 Millionen Menschen im größten Gefängnis der Welt einsperren, und dann zu erwarten, dass sie nicht reagieren … Jedes Volk das Recht auf Selbstverteidigung, besonders wenn es besetzt wird. Das müssten wir eigentlich am besten wissen … Schließlich handle die gesamte jüdische Geschichte vom Wunsch, sich von Unterdrückung zu befreien … Wenn die Juden im Warschauer Ghetto Raketen gehabt hätten, hätten sie sie auch abgeschossen.

Yonathan Schapira

Österreich liegt wohl auch zu Nahe an Hamburg

Österreichische Provider müssen den Zugang zu Webseiten sperren, sobald Rechtsverletzungen behauptet werden. Eine unabhängige Überprüfung gibt es nicht.

Der Lesebefehl für heute

Damals, als FAZ-Autoren noch jung waren…